Lymphdrainage — Olga Gramanitsch

Manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder

Defi­nition:
Bei der Manu­ellen Lymph­drainage (MLD) handelt es sich um eine eta­blierte und aner­kannte The­ra­pieform mit dem Ziel, den Rück­fluss ein­ge­la­gerter und zurück­ge­stauter Gewebs­flüs­sigkeit durch manuelle Anregung des Lymph­ge­fäß­systems zu fördern. Sie ist damit als ein wesent­licher Bestandteil der kom­plexen Phy­si­ka­li­schen Ent­stau­ungs­the­rapie (KPE) in sinn­voller Kom­bi­nation mit Kom­pression, Haut­pflege, ent­stau­ender Gym­nastik und kom­pe­tenter indi­vi­du­eller Auf­klärung oft die einzig wirksame, kausale Behandlung von Lymphö­demen, phlebo-lym­pho­sta­ti­schen Ödemen und Lipö­demen.

Technik:
Die MLD ist eine sehr sanfte mas­sa­ge­ähn­liche Ent­stau­ungs­technik, bei der man sich mit sanftem Druck, spe­zi­eller Griff­tech­niken bedient (Schöpf­griff, Pump­griffe in Form ste­hender Kreise etc.) und die mit flach auf­lie­gender Hand von pro­ximal nach distal langsam und rhyth­misch in Richtung der zen­tralen Hauptlymph­knoten aus­ge­führt wird, wobei man sich an der Ana­tomie des Lymph­systems ori­en­tiert; dies immer mit dem Ziel, die Lymphan­gio­mo­torik und damit das Lymph­zeit­vo­lumen zu steigern. Hierbei wird im Gegensatz zur Massage keine Mehr­durch­blutung angeregt, da diese den Druck im arte­ri­ellen Schenkel der Kapil­laren erhöhen würde. Dies hätte ein kon­tra­pro­duk­tives Ergebnis, wie die zusätz­liche Was­ser­ein­la­gerung, zur Folge.

Anwen­dungs-/Pro­blem­be­reiche:

  • Primäre – (anla­ge­be­dingte)- Lymphödeme
  • post­trau­ma­tische und post­ope­rative Schwel­lungen
  • Schwel­lungen nach Mamma-Kar­zinom
  • Hämatome und Mus­kel­fa­ser­rissen
  • dif­fuses Schwel­lungs­gefühl (wie es unter anderem bei Fibro­my­algie vor­kommt)
  • rheu­ma­ti­schen Erkran­kungen
  • geschwollene Beine bei Schwan­ger­schaft
  • offene Wunden
  • chro­nisch venöse Insuf­fi­zienz
  • Schwellung nach Lymph­kno­ten­ent­fernung
  • akute Schwel­lungen nach Unfällen und Ope­ra­tionen

Gesichts­lymph­drainage
Die manuelle Lymph­drainage ist ins­be­sondere nach ope­ra­tiven Ein­griffen im Gesichts­be­reich (Nasen­ope­ration, Schlupflid­kor­rektur, Implan­tat­be­handlung, Face­lifting, etc.) eine wert­volle Unter­stützung, um rasch wieder gesell­schafts­fähig zu sein — schließlich führen die „ver­rä­te­ri­schen“ Schwel­lungen nicht selten zu neu­gie­rigen Blicken oder Fragen der Mit­men­schen.

Lym­phtape
Die kom­bi­nierte Behandlung von Lymphö­demen mit Manu­eller Lymph­drainage und Kom­pres­si­ons­the­rapie wird immer häu­figer durch das Anlegen eines Lym­ph­tapes unter­stützt. Das elas­tische Tape bewirkt eine Druck­ent­lastung des unter dem Tape befind­lichen Bin­de­ge­webes: Das ober­fläch­liche, wie auch das tief­lie­gende Lymph­system können besser arbeiten und ihre Trans­port­ka­pa­zität erhöhen.

Sämt­liche The­rapien biete ich auf Wunsch auch in Form von Haus­be­suchen an.

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